Velofahrende sind legitime Strassenbenutzende – ob man will oder nicht. Wir stimmen zu, dass das Zusammenleben auf derselben Fläche nicht immer einfach ist, insbesondere wegen der unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Bei PRO VELO Wallis finden wir diese Trennung zwischen Velofahrenden und Autofahrenden sehr unglücklich. Viele Menschen nutzen beide Verkehrsmittel und werden sofort zu Fussgängerinnen und Fussgängern, sobald sie ihr Fahrzeug abgestellt haben.
Unser erster Rat: Benutzt ab und zu euer Velo! Die meisten eurer Wege sind nur kurze Distanzen unter 5 km – perfekt mit dem Velo machbar. Damit tut ihr der Umwelt, eurer Gesundheit, den Finanzen unseres Landes gut und verbessert die Qualität des öffentlichen Raums. Nicht überzeugt? Lest diesen Artikel:
Wenn ihr trotzdem manchmal das Auto benutzen müsst (wir übrigens auch!), haben wir hier einige Tipps, um das Miteinander zu verbessern:
- Überholt Velofahrende mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 m – und nur dort, wo die Sicht es erlaubt. Wenn ein Überholen nicht möglich ist, wartet auf eine geeignete Stelle. Ist das Leben der Velofahrenden nicht wichtiger als ein paar Sekunden Zeitverlust? Währenddessen bleibt hinter dem Velofahrenden, ohne ihn zu bedrängen.
- Schimpft nicht automatisch über Velofahrende, die Verkehrsregeln missachten. Ja, es gibt viele – das stimmt! Aber denkt daran: Auch unter Autofahrenden gibt es Regelverstösse, und es sind nicht mehr Velofahrende als Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten. Oft weichen Velofahrende bewusst von den Regeln ab, um sich zu schützen oder Energie zu sparen. Gut geplante und angepasste Veloinfrastrukturen tragen deshalb effektiv dazu bei, dass weniger Verkehrsverstösse auf dem Velo passieren.
In jedem Fall erleichtern Veloinfrastrukturen das Miteinander oder trennen die Verkehrsströme. Je effizienter diese Infrastrukturen sind, desto weniger Autoverkehr gibt es – und desto flüssiger läuft der Verkehr. Auch Autofahrende, die nie Velo fahren, profitieren also davon, unsere Arbeit zu unterstützen!

