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PRO VELO Valais Wallis

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L'association de promotion du cyclisme valaisan

Accueil » Archives pour Philippe Jansen » Seite 6

Philippe Jansen

Werde Fahrlehrer/in und gebe Velokurse

12 Dezember 2021

Du bist zwischen 18 und 30 Jahre alt und arbeitest gerne mit Jugendlichen?
Du kannst gut mit dem Fahrrad durch den Verkehr fahren und bist bereit, die Grundlagen der Fahrradmechanik zu lernen?
Du weisst, wie du bei einem Unfall reagieren musst und hast einen Erste-Hilfe-Nachweis?
Du bist während der Schulzeiten punktuell verfügbar und in der Westschweiz mobil?

Dieser Job ist für dich!


Die Arbeit als DefiVelo-Leiter/in ist in Halbtagen organisiert, wird mit 30.-/h bezahlt und beinhaltet zwei obligatorische Ausbildungstage (12. und 13. März 2022).

Schicke bis zum 15. Januar dein Bewerbungsschreiben, das deinen Werdegang als Velofahrer sowie einen kurzen Lebenslauf enthält. Die Bewerbungen werden nach Eingang bearbeitet.

Kontakt : valais(at)defi-velo.ch

Das Braess-Paradoxon

16 November 2021

Der falsche Syllogismus

Staus sind seit langem eines der grössten Probleme in städtischen Ballungsräumen. Die Fluidität des Pendlerverkehrs ist auch heute noch eine Herausforderung für die politischen Behörden.

Die von letzteren häufig gewählte Lösungsmethode ist die Einführung einer zusätzlichen Fahrspur, die dem Syllogismus folgt, dass mehr Fahrspuren auch mehr Platz für Autos schaffen und de facto für einen besseren Verkehrsfluss sorgen würden. Doch dieser Syllogismus, den unser limbisches Gehirn vorschlägt, ist falsch.

Das Braess-Paradoxon

Dieses Paradoxon wurde 1968 vom deutschen Mathematiker Dietrich Braess vorgeschlagen und ursprünglich für die Überlastung von Knotenpunkten fürs Internet aufgestellt: Wenn man ein dickes, sehr schnelles Glasfaserkabel zwischen zwei Punkten verlegt, würden alle Daten dieses Kabel benutzen, was dazu führen würde, dass der Datenverkehr stärker gestört würde als zuvor.

Dieses Paradoxon wird auch auf unseren Strassen überprüft. Die Vielzahl der möglichen Routen, die man mit dem Auto zurücklegen kann, führt eher zu mehr als zu weniger Staus.

Das Paradebeispiel Seoul (Südkorea)

Die Stadt hatte im Jahr 2002 drei Tunnel, durch die täglich 168’000 Fahrzeuge fuhren. Als die Stadtverwaltung einen der Tunnel schloss, um an dieser Stelle wieder einen Fluss anzulegen, nahm der Verkehr in den anderen Tunneln ab und verwässerte sich in allen Strassen überall in der Umgebung. Schlussendlich wurden in den Tunneln nur noch 30’000 Fahrzeuge pro Tag gezählt (-80%).

Die Lösung

Auch wenn es kontraintuitiv erscheinen mag (daher der Begriff „Paradoxon“): Bei einem Stau ist die effektivste Massnahme zur Verbesserung des Verkehrsflusses nicht unbedingt der Bau einer zusätzlichen Spur. Vielmehr ist es besser, eine Spur zu entfernen oder sie dem Langsamverkehr zu widmen.

Die Einführung von Radwegen geht also nicht zu Lasten der Autofahrer, ganz im Gegenteil.

Umfrage Prix Velo Städte: Siders Vorletzte

17 Mai 2000

Die Resultate der nationalen Umfrage „Prix Velo Städte“ sind deutlich: Die Stadt Siders belegt den letzten Platz unter den mittelgrossen Städten und gehört auch gesamtschweizerisch zu den Schlusslichtern.

Mit einer Note von 3,4 widerspiegelt das Resultat die Erfahrungen vieler Velofahrender im Alltag: lückenhafte Infrastrukturen, fehlende Verbindungen und ein oft mangelndes Sicherheitsgefühl.

Unsere Medienmitteilung

Ein klares Fazit: grosses ungenutztes Potenzial

Obwohl das Bewusstsein für die Bedeutung des Veloverkehrs wächst, hat sich das Velo im Wallis als Alltagsverkehrsmittel noch nicht durchgesetzt. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass das Interesse und die Nachfrage vorhanden sind.

Eine wichtige Erkenntnis bleibt: Nur mit sicheren, durchgehenden und gut geplanten Infrastrukturen kann der Veloverkehr nachhaltig wachsen.

Hinweis

Die Oberwalliser Städte erscheinen nicht im Ranking, da nicht genügend Stimmen gesammelt wurden, um in die Auswertung aufgenommen zu werden.

Eine konkrete Antwort: eine Volksinitiative

Als Reaktion auf diese Situation wird in Siders eine kommunale Volksinitiative «Für ein sicheres Velonetz» lanciert.

Sie verlangt von der Stadt die Ausarbeitung eines Reglements zur Förderung der aktiven Mobilität mit drei zentralen Elementen:

  • Eine aktualisierte Velostrategie mit dem Ziel, den Veloverkehr bis 2040 auf 15 % aller Wege zu erhöhen
  • Die Planung eines zusammenhängenden Velonetzes bis 2030, das Quartiere mit wichtigen Alltagszielen sicher und direkt verbindet
  • Die Schaffung einer technischen Arbeitsgruppe, in der Behörden, Fachstellen und Nutzerorganisationen vertreten sind

Ziel ist es, von einzelnen Massnahmen zu einer koordinierten Gesamtstrategie überzugehen – mit klaren Zielen und verbindlicher Umsetzung.

Vergleich: Sitten und Martinach

Ein Blick auf andere Walliser Städte zeigt unterschiedliche Entwicklungen:

In Sitten ist eine deutliche Verbesserung erkennbar. Die Stadt konnte sich im Ranking klar steigern – ein Hinweis darauf, dass gezielte Massnahmen und politischer Wille Wirkung zeigen.

Martinach hingegen fällt im Ranking zurück und befindet sich am Ende der Tabelle der kleineren Städte. Dies zeigt, dass fehlende Kontinuität in der Velopolitik zu Rückschritten führen kann.

Diese Beispiele machen deutlich: Die Qualität der Infrastruktur und die politischen Entscheidungen haben einen direkten Einfluss auf die Velonutzung.

Jetzt handeln

Für Siders ist die Ausgangslage klar: Der Handlungsbedarf ist ausgewiesen – und die Grundlagen für Verbesserungen sind vorhanden.

Die Förderung des Velos bringt zahlreiche Vorteile: weniger Verkehr, mehr Lebensqualität, höhere Sicherheit und eine attraktivere Stadt.

Das aktuelle Ranking ist daher keine Endstation, sondern ein Ausgangspunkt. Die Volksinitiative «Für ein sicheres Velonetz» bietet den nötigen Rahmen, um diesen Wandel konkret anzugehen.

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