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PRO VELO Valais Wallis

PRO VELO Valais Wallis

L'association de promotion du cyclisme valaisan

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Philippe Jansen

Die neuen SBB-Züge – ein Erfolg für PRO VELO!

17 November 2024

Multimodalität – eine grosse Herausforderung

In der Politik wird immer wieder betont, dass die Verkehrsmittel nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen und die Multimodalität gefördert werden muss. Diese lobenswerte Vision ist bislang jedoch noch nicht in die Tat umgesetzt worden.

Um Multimodalität zu verwirklichen, ist ein strategischer und kooperativer Ansatz erforderlich, der unter anderem Folgendes umfasst:

  • Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur: Schaffung effizienter Verbindungspunkte zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln
  • Förderung des öffentlichen Verkehrs: Anpassung der Frequenzen, einheitlichere Tarife
  • Förderung der Alltagslangsamverkehrs: Schaffung von Velowegen und Fussgängerzonen, Förderung von Bikesharing
  • Zusammenarbeit mit dem Privatsektor: Car-Sharing-Lösungen
  • Technologische Innovation: Förderung der intelligenten Mobilität

So viele Aufgaben, die es in unserem Kanton zu erfüllen und zu perfektionieren gilt.

Ein Erfolgsbeispiel: die neuen Züge der RegionAlps

Vor fünf Jahren, am 11. November 2019, traf sich die technische Abteilung unseres Vereins mit der Direktion von RégionAlps, einem Eisenbahnverkehrsunternehmen, das die Regionalzüge im Wallis betreibt. Ziel war es, die Vision des Unternehmens in Bezug auf den Velotransport sowie die für 2026 geplanten neuen Züge zu erörtern.

Fazit n°1: Die aktuelle Politik der SBB wird sich nicht ändern. Aus Kapazitätsgründen setzen die SBB und RegionAlps vor allem auf die Deponierung der Fahrräder in den Bahnhöfen und nicht auf den Transport der Fahrräder in ihren Zügen. Zu diesem Zweck fördern und unterstützen sie die Schaffung von sicheren und überdachten Velostationen.

Fazit n°2: Die 24 neuen Züge von RégionAlps werden mehr Veloplätze enthalten als ursprünglich geplant.


Als die Ausschreibung für die neuen Züge veröffentlicht wurde, kontaktierten Vertreter von PRO VELO und Kargobike das Unternehmen RegionAlps, um das Pflichtenheft und die Anforderungen näher anzuschauen. Einige Monate später wurden wir eingeladen, an einer Arbeitsgruppe für multimodale Anforderungen teilzunehmen.

Nach zwei Nachmittagen Arbeitssitzungen und der Übermittlung der Bedürfnisse von Velofahrern und Velokurieren wurden 18 Sitzplätze gestrichen, um die multimodale Zone zu vergrössern. Ein Erfolg für die Velowelt!

Zur Medienmitteilung der SBB
Zum Artikel im WB



Mach auch du mit !

Ich helfe gerne in der Abteilung Technik & Terrain mit


und dü wirsch gseh, wier sii cool !

Die Velo-Demo, eine coole Sache !

10 Oktober 2024

Es ist Samstagmorgen, der 21. September 2024, in Sitten. Während die meisten Einwohnerinnen und Einwohner langsam aufwachen und einen guten Kaffee in der Sonne geniessen, sind einige tapfere Velofahrer auf der Place du Scex zu beobachten. Denn am 21. September findet die Velo-Demo statt.

Für mehr Velowege velofahren

Diese Velofahrer waren zahlreich erschienen und hatten sich zur Teilnahme an der ersten Walliser Velo-Demo verabredet. Ihr Ziel war es, durch die Strassen der Hauptstadt zu fahren, Präsenz zu zeigen und mehr Velowege im Kanton zu fordern.

Die festliche Stimmung, der mobile Raclette-Ofen, das ständige Klingeln, der anschliessende Apéro und das sonnige Wetter machten diese Premiere zu einem sehr sympathischen Erlebnis.

Eine Erfahrung, die wiederholt werden muss

Aufgrund des Erfolgs wird 2025 eine weitere Velo-Demo stattfinden. Wahrscheinlich mit einem ebenso schönen Plakat (siehe hier) und wahrscheinlich mit noch grösserem Erfolg.


Bis zum nächsten Jahr!

Die Jugend zuerst!

19 August 2024

Bike2school, die ersten Erfolge

Im letzten Frühling haben sich PRO VELO Valais/Wallis und die Gesundheitsförderung Wallis zusammengeschlossen, um bei der Jugend den Veloverkehr zu fördern (mehr dazu hier). Nach der Frühjahrssaison ist die gezogene Bilanz äusserst erfreulich: 10 Klassen und 146 Schülerinnen und Schüler haben diesen Frühling in unserem Kanton an der Aktion Bike2school teilgenommen. Nachdem im Jahr 2023 keine einzige Walliser Klasse teilnahm, ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung.

Die Medien berichten
Rhône FM : https://www.rhonefm.ch/valais/forte-du-succes-de-ce-printemps-bike2school-pour-les-ecoles-valaisannes-renouvelee-cet-automne-601308
Walliser Bote : https://pomona.ch/story/461376/der-aufruf-an-junge-leute-gemeinsam-in-die-velopedale-zu-treten-wurde-im-wallis-geh%C3%B6rt
Radio Chablais: https://radiochablais.ch/podcasts/podcasts-details?idPodcast=57052

Der neue Bezugsrahmen

In den letzten Monaten hat PRO VELO beschlossen, sich auf die neue Generation zu konzentrieren. Diese Entscheidung entspringt in erster Linie einer soziologischen und sozialen Feststellung:

  • Die Gewohnheiten: Obwohl fast die Hälfte aller Fahrstrecken kürzer als 5 km sind, ist es vor allem bei Erwachsenen sehr schwierig, das Verhalten zu ändern und auf andere Verkehrsträger umzusteigen.
  • Nachahmung durch die Eltern: Wenn Kinder Velo fahren, neigen die Eltern oft dazu, sie zu kopieren.
  • Einmal probieren und schon ist man süchtig: Radfahren macht süchtig, und wenn man einmal auf dem Sattel sitzt, dann kommt man nicht mehr runter.
  • Soziale Verankerung: Wenn die Kolleginnen und Kollegen eines Kindes mit dem Fahrrad zur Schule fahren, wird wahrscheinlich auch Ihr Kind früher oder später mit dem Fahrrad zur Schule fahren.
„Eine Strasse ist nur dann für Velofahrer sicher, wenn ein achtjähriges Kind ohne Probleme alleine darauf fahren kann.“

Alexandre Bagnoud

Verantwortlicher Abteilung Terrain & Technik

In den letzten 30 Jahren ist der Anteil der Radfahrer unter Teenagern um 66% gesunken, und jeder fünfte Jugendliche ist übergewichtig. Wir wollen etwas dagegen tun!

Die Strategie von PRO VELO

Der Verein hat über seine beiden Abteilungen (Lobbyismus & Veloförderung sowie Terrain & Technik) eine Reihe von Massnahmen aufgelistet, um die Walliser Kinder aufs Velo zu bringen.

  • Entwicklung von Bike2school

Diese Förderungsaktion kann in unserem Kanton noch weiter ausgebaut werden. In jeder Schule sollte es Klassen geben, die sich aktiv an dieser spielerischen und witzigen Aktion beteiligen.

Für diesen Herbst erneuern die Gesundheitsförderung Wallis und PRO VELO Valais/Wallis ihre Partnerschaft und hoffen, dass noch mehr Klassen an der Aktion teilnehmen.

  • Der Velobus – ein neues Konzept

Das vom VCS (Verkehrs- und Umweltverband) geförderte Konzept des Velobusses besteht in der Mobilisierung von 1-2 Eltern, die ihre Kinder mit dem Velo von der Schule abholen und eines nach dem anderen nach Hause bringen.

PRO VELO setzt sich auch für die Förderung des „echten Velobusses“ ein, eines kleinen Busses, der von Kindern angetrieben wird, und dessen Zulassung in der Schweiz jedoch noch schwierig ist.

  • Velokurse

Die Fahrradkurse gehören zu den ältesten Dienstleistungen, die PRO VELO der Bevölkerung anbietet. Möchtest du dich sicherer im Strassenverkehr bewegen? Dann finde einen Kurs in deiner Nähe und werden Velo-König oder -Königin!

Zum Velokurskalender



Bist du schon sicher auf dem Velo? Dann werde Fahrlehrer/in und verdiene dir in diesem Nebenjob ein zusätzliches Gehalt. Lies hier mehr dazu.

PRO VELO unterstützt über seine Mitgliedschaft im Dachverband „velo vs“ auch die Velokurse Velove (5-8h), bikecontrol (9-11h) und Défi Vélo (Sekundarstufe II).


  • Cyclomania

Cyclomania ist eine Aktion zur Förderung des Velofahrens in städtischen Gebieten. Die teilnehmenden Gemeinden, Städte und Regionen bieten ihrer Bevölkerung eine einmonatige Fahrrad-Challenge an. Ziel der Aktion ist es, die Bevölkerung in einem spielerischen und anregenden Rahmen dazu zu bewegen, im Alltag vermehrt das Velo zu benutzen.

Konkret: Wie geht das?

  1. Schau auf der Website von Cyclomania nach, ob deine Gemeinde an der Challenge teilnimmt. Wenn nicht, melde dich und wir werden deine Gemeinde für nächstes Jahr kontaktieren 😎.
  2. Lade die Cyclomania-App herunter, erstelle ein Profil und aktiviere das Tracking.
  3. Für jede Etappe von 500 Metern oder mehr, die du mit dem Velo oder zu Fuss zurücklegst, erhältst du einen Punkt. Für alle 3 km, die auf derselben Etappe zurückgelegt werden, gibt es einen zusätzlichen Punkt.
  4. Gewinne coole Preise und trage dazu bei, das Radwegenetz in deiner Region zu verbessern (die anonymisierten Daten werden an die teilnehmenden Gemeinden weitergegeben).

Zusammenfassung unserer Aktivitäten


DU SIEHST, ES GIBT VIEL ZU TUN !

Ich helfe gerne in der Abteilung Lobbyismus & Veloförderung mit


und dü wirsch gseh, wier sii cool !

Was ist Motonormativität?

29 Juli 2024

Der motorisierte Individualverkehr bringt zahlreiche negative Folgen für unsere Gesundheit, unsere Sicherheit und die Qualität unserer Umwelt mit sich. All diese Fakten sind eindeutig belegt und dokumentiert. Doch selbst wenn alternative Mobilitätsformen leicht entwickelt werden könnten, um den motorisierten Verkehr zu verringern (und ja, wir denken hier ans Velo), wird das Auto weiterhin leidenschaftlich verteidigt, und zwar auf allen Ebenen, von der Politik bis hin zum einfachen Bürger, selbst wenn er nicht Auto fährt!

Eine Feststellung, die wir bei PRO VELO Valais/Wallis teilen. Das Mobilitätssystem zu ändern, um es für das Velo attraktiver zu machen, ist eine unglaublich schwierige Veränderung, und zwar sobald die motorisierte individuelle Mobilität betroffen ist.

  • Sie sagen uns, dass es in dieser Strasse Platz für einen Zweirichtungsveloweg gibt? Ich sehe keinen.
  • Ja, die Strasse ist sehr breit und es würde genügen, eine Reihe von Parkplätzen zu entfernen.
  • Mein Gott, das ist unvorstellbar!

(wahrheitsgemässer Dialog)

Wessen Schuld ist das? An der MOTONORMATIVITÄT!

In den Städten ist der weitaus grösste Teil des öffentlichen Raums dem motorisierten Verkehr vorbehalten.

Was ist Motonormativität?

Aber was bedeutet dieser etwas barbarische Begriff? Vorsicht, Definition! Motonormativität beschreibt die kognitiven Verzerrungen, denen wir (fast) alle zum Opfer fallen. Diese Verzerrungen bestehen darin, dass wir das Auto als vorrangiges Verkehrsmittel definieren und die daraus resultierenden negativen Folgen akzeptieren, während dieselben Folgen in anderen Bereichen nicht akzeptabel sind.

Hier sind einige Beispiele, um dieses Phänomen zu veranschaulichen, die aus einer Umfrage unter 2000 Personen in Grossbritannien stammen:

Wenn jemand seine persönlichen Gegenstände auf der Strasse liegen lässt und sie gestohlen werden, ist er selbst schuld und die Polizei sollte nichts unternehmen. 40% der Befragten stimmten dieser Aussage zu.

Nun ändern wir die Frage leicht ab, indem wir die Art des gestohlenen persönlichen Effekts angeben.

Wenn jemand sein Auto auf der Strasse stehen lässt und es gestohlen wird, ist er selbst schuld und die Polizei sollte nichts unternehmen. Hier fällt der Anteil der Befragten, die dieser Aussage zustimmen, auf 5%! Rational gesehen handelt es sich jedoch um die gleiche Frage, da das Auto ein spezifischer Fall eines persönlichen Gegenstands ist.

Zwei weitere Beispiele aus dieser Studie sind interessant:

Das Risiko ist ein integraler Bestandteil [des Fahrens/Arbeitens], und jeder, der [fährt/arbeitet], muss die Tatsache akzeptieren, dass er schwer verletzt werden kann. Anteil der Befragten, die zustimmen: 61 % für die Autovariante, 31 % für die Arbeitsvariante.

Man sollte in dicht besiedelten Gebieten nicht [Auto fahren/rauchen] oder andere Menschen sollten den Rauch von [Autos/Zigaretten] einatmen. Anteil der Befragten, die zustimmen: 17% für die Auto-Variante, 75% für die Zigaretten-Variante.

Mit zweierlei Mass messen

Daher akzeptieren viele Leute eher schädliche Folgen, selbst sehr schwere, wenn diese vom motorisierten Individualverkehr herrühren. Eine direkte Folge der Motonormativität ist die Art und Weise, wie Verkehrsunfälle betrachtet werden. Sie werden ähnlich wie das Wetter behandelt. Niemand ist wirklich dafür verantwortlich, wir müssen diese Ereignisse einfach als unvermeidliche Zufälle akzeptieren, als Schicksal, gegen das niemand etwas tun kann.

Leute akzeptieren also eher schädliche Folgen, selbst sehr schwere, wenn diese vom motorisierten Individualverkehr herrühren

Motonormativität

Wenn hingegen ein Velofahrer oder eine Velofahrerin in einen Unfall verwickelt ist, wird systematisch die Frage gestellt, was die Opfer getragen haben (Helm, sichtbare Kleidung usw.), ohne jemals über die Ursachen nachzudenken, die zu einem Konflikt zwischen zwei unterschiedlichen Mobilitätsarten geführt haben, von denen eine sehr verletzlich ist (wie z. B. unangemessene Einrichtungen).

Ein weiteres Beispiel für Motonormativität, das Velofahrenden nur allzu vertraut ist: Zwar zeigen die Daten, dass sowohl Velofahrende als auch Autofahrende in ähnlichem Ausmass gegen Verkehrsregeln verstossen. Doch während bereits der kleinste Regelverstoss einer Radfahrerin oder eines Radfahrers vielerorts lautstark als „Skandal“ verurteilt wird – wie zahlreiche Online-Kommentare belegen –, bleibt oft unbeachtet, dass solche Verstösse häufig aus einem Bedürfnis nach Sicherheit angesichts unzureichender Infrastruktur entstehen. Umgekehrt gilt das regelwidrige Verhalten von Autofahrenden – meist, um ein paar Sekunden Zeit zu sparen – in der Gesellschaft weitgehend als akzeptabel.

Auswirkungen auf unsere Infrastruktur

Doch diese Denkweise hat auch im realen Leben unangenehme Folgen – insbesondere in der Art und Weise, wie der öffentliche Raum gestaltet wird. Denn alles muss darauf ausgerichtet sein, den Autoverkehr zu erleichtern, da das Auto als bevorzugtes Verkehrsmittel gilt.

An Kreuzungen sind die Strassenecken häufig abgerundet, um das Abbiegen für Autofahrende zu erleichtern. Sie können dadurch mit höherer Geschwindigkeit abbiegen und sparen – vermeintlich – ein paar wertvolle Sekunden. Für Fussgängerinnen und Fussgänger bedeutet das jedoch: Sie sind schnelleren Fahrzeugen ausgesetzt und der Fussgängerstreifen – also die Gefahrenzone – wird durch die verlängerte Querung zusätzlich vergrössert (wenn Sie Mühe haben, sich das vorzustellen: Das untenstehende Bild hilft!).

Zwar kann man den Fussgängerstreifen vom Kreuzungsbereich wegrücken, sodass er im nicht verbreiterten Abschnitt der Strasse liegt. Doch auch dann ist der Fussverkehr benachteiligt: Der Umweg verlängert die Strecke, macht das Gehen weniger attraktiv – alles zugunsten des Komforts für Autofahrende.

Um die Wege der Autofahrer zu erleichtern, wird in Sitten der Weg einer Fussgängerin oder eines Fussgängers, der die Route des Parties-Neuves entlang der Route des Ronquoz überqueren will, verlängert. Man muss einen Zebrastreifen überqueren, der länger als die Strassenbreite ist, und riskiert dabei, auf schneller fahrende Autos zu treffen. Auch für Velofahrende die auf dem Veloweg fahren, ist das Risiko grösser, da der rote (risikoreiche) Teil verlängert wird.

Dieses Beispiel mag auf den ersten Blick nebensächlich wirken. Doch wenn man den öffentlichen Raum durch die Linse der Motonormativität betrachtet, erkennt man zahlreiche weitere Beispiele, die zeigen: Unsere Strassen werden meist in erster Linie für Autos geplant – und nur dann, wenn noch Platz bleibt, für andere Verkehrsformen und Aktivitäten. Besonders deutlich wird das an Stellen, an denen die Fahrbahn schmaler wird: Dort verschwinden Rad- und Fusswege fast immer zuerst – als Folge motonormativer Planungsnormen –, obwohl gerade an solchen Engstellen die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen am meisten gefährdet sind.

Das hat spürbare Folgen für die Mobilität der Menschen: Alle Fortbewegungsmittel ausser dem Auto werden benachteiligt und unattraktiver gemacht. Das wiederum ermutigt viele, sich doch fürs Auto zu entscheiden – schliesslich ist die Infrastruktur ganz darauf ausgerichtet. So fühlen sich Planer und Entscheidungsträger in ihrem Ansatz bestätigt. Auf diese Weise erhält sich die Motonormativität selbst – und wird immer weiter gefestigt.

Once you see it, you can’t unsee it

Die gute Nachricht ist: Genau das beginnt sich gerade zu ändern! Erinnern Sie sich an das erste Bild – die Strasse voller Autos? Tatsächlich ist es schon etwas älter. Es zeigt die Rue de Rivoli in Paris. Und heute? Heute sieht sie ganz anders aus:


Auch in der Schweiz und im Wallis vollzieht sich ein Wandel – langsam, aber sicher – hin zu weniger Motonormativität. Gesetze und Strategien werden eingeführt, um das Velo als Verkehrsmittel anzuerkennen und zu fördern. Doch der Fortschritt verläuft weiterhin schleppend – wie Sie sich denken können: wegen der hartnäckigen Motonormativität.

Zum Glück ist es, sobald man sich dieses Denkmusters einmal bewusst wird, relativ einfach, es zu hinterfragen und zu überwinden. Und hat man es einmal erkannt, wird man es nicht mehr so leicht los“

Mehr zu diesem Thema :

Video “Carspiracy – You’ll Never See The World The Same Way Again” durch Global Cycling Network (auf Englisch) : https://youtu.be/-_4GZnGl55c?si=x0lRCdpU84E1GFl4

Video “Motonormativity: A blind spot we all share”, durch die UNi Lausanne ((auf Englisch) : https://youtu.be/FnhQUJQgf7Y?si=AbAnwOmcfw_A3jd0


UNSER ENGAGEMENT IST EHRENAMTLICH

UNSERE WIRKUNG IST KANTONAL

WERDE MITGLIED VON PRO VELO WALLIS ¨!

et tu verras, on est cool!

Bike2School: Vorwärts, Jugendliche!

17 März 2024

Diese Jugendlichen, die nicht mehr Velo fahren

Der Anteil des Velofahrten junger Menschen ist in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, sowohl aus Freizeitgründen (Fahrrad als Freizeitbeschäftigung oder Sport) als auch aus Nutzgründen (Fahrrad als Verkehrsmittel).

In einer in Yverdon-les-Bains durchgeführten Studie hatten 19% der 13-Jährigen kein funktionstüchtiges Fahrrad, bei den 20-Jährigen waren es sogar 40%.

Daraus ergaben sich mehrere Empfehlungen:

  • Die spielerische Nutzung des Velos in eine Freizeit- und Gebrauchspraxis zu verlängern.
  • Erleichterung des Zugangs zu einem geeigneten, funktionstüchtigen Fahrrad
  • Entwicklung von Fähigkeiten, die für regelmässiges und zweckmässiges Radfahren erforderlich sind.
  • Gezielte Kommunikation mit jungen Menschen über das Radfahren
  • Jungen Menschen die Möglichkeit geben, das Fahrrad zu testen (Nutzfahrrad)
  • Entwicklung von fahrradfreundlichen Gebieten

Bike2school – das Konzept

Das Konzept ist einfach: Unsere Jugendlichen (10 bis 20 Jahre) sollen aufgefordert werden, mit dem Velo zur Schule zu fahren. Die Aktion, die von der Dachorganisation PRO VELO Schweiz geleitet wird, ist eine unterhaltsame Föderungsaktion, bei der die zurückgelegten Kilometer mit tollen Preisen belohnt werden. Die Klassen zählen also die gefahrenen Kilometer und versuchen, besser als die anderen Klassen des Landes abzuschneiden.

Im Herbst 2023 nahmen 4’200 Kinder und Jugendliche, die auf 23 Kantone verteilt waren, an der Aktion teil. Insgesamt wurden 281’565 km zurückgelegt.

Zur Webseite von Bike2school


Im Wallis, nichts…

Die Förderung ab dem jüngsten Alter ist für PRO VELO Valais/Wallis eine Priorität. Dennoch hat 2023 in unserem Kanton keine einzige Klasse an Bike2school teilgenommen.

Dies ist auf zwei Gründe zurückzuführen. Einerseits war die Lobbyarbeit, die bei den Schulen gemacht wurde, zu wenig ausgeprägt und die Aktion wahrscheinlich eher wenig verbreitet.

Andererseits wurde die Anmeldegebühr von 95.- / Klasse im Gegensatz zu 19 anderen Kantonen nicht vom Staat subventioniert. PRO VELO Valais/Wallis setzte sich beim Departement für Volkswirtschaft und Bildung dafür ein, dass dieses die Anmeldegebühren übernahm. Leider vergebens…

Unsere Interpellation an den Departementsvorsteher
(französisch)
Die erhaltene Antwort
(französisch)

2024, ein neues Jahr?

Dieses Jahr hat sich die Gesundheitsförderung Wallis verpflichtet, die Anmeldegebühren zu übernehmen. Diese Partnerschaft mit PRO VELO Valais/Wallis ist eine Premiere. Wie sind gespannt!

Gemeinsame Medienmitteilung, 6. März 2024


Kennst du einen Lehrer oder eine Lehrerin?

Überzeuge ihn / sie, mitzumachen!

Den Flyer runterladen

La Rustination – die Reparaturwerkstatt für dein Fahrrad

2 März 2024

Am Samstag, den 2. März, wurde in Sitten eine neue partizipative Fahrrad-Reparaturwerkstatt eingeweiht.

Die Werkstatt entspricht dem Konzept der Kreislaufwirtschaft und ist in einem gemütlichen und partizipativen Rahmen angesiedelt. Dank der vom Verein gewährleisteten Permanenzen ermöglicht sie dir, dein Velo selbst zu reparieren, wobei dir Fachleute mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Du kannst auch Mitglied des Vereins werden oder zu den Permanenzen beitragen.

Zuz Webseite


Schliesslich findest du hier auch Velos, die von Mitgliedern des Vereins aufgearbeitet und im Shop zum Verkauf angeboten werden.


La Rustination, rue de l’Industrie 47, 1950 Sitten

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