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PRO VELO Valais/Wallis

PRO VELO Valais/Wallis

L'association de promotion du cyclisme valaisan

Aktuelle Seite: Start / Archiv für Nachrichten

Nachrichten

Das Velo am Pranger, das System ungeschoren

8 Februar 2026

Trotz der vielfach belegten Vorteile für Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität bleibt das Velo eines der am meisten umstrittenen Verkehrsmittel. Mit „La vérité sur le vélo. Enquête sur un refus de priorité, Heidi.news“ beleuchtet Heidi.news eine unbequeme Realität: Viel stärker als das Verhalten der Velofahrenden hemmen der Blick auf sie und die daraus resultierenden politischen Entscheidungen die Entwicklung einer gesunden, ausgewogenen und sicheren Mobilität.

Velofahrende – die idealen Schuldigen

Seit Jahren wird das Velo im öffentlichen Raum unverhältnismässig kritisch betrachtet. Ein besonders plakatives Beispiel dafür ist der vor rund zwanzig Jahren geprägte Begriff „Veloterrorist“ (S. 11). Für Autos existiert ein solcher Ausdruck nicht, obwohl sie weitaus gravierendere Schäden verursachen – etwa durch Geschwindigkeitsüberschreitungen, Handynutzung am Steuer oder das Nicht-Einhalten von Sicherheitsabständen. Velofahrende stören, weil sie die bestehende Ordnung auf der Strasse infrage stellen.

Während in der öffentlichen Wahrnehmung Velofahrende häufiger Verkehrsverstösse begehen würden als Autofahrende, zeigen Studien aus Dänemark und dem Vereinigten Königreich ein ganz anderes Bild: 15 % der Velofahrenden verletzen die Verkehrsregeln, bei den Autofahrenden sind es 66 %, hauptsächlich durch Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Handynutzung (S. 24). Diese Zahlen verdeutlichen einen tief verankerten kulturellen Bias: Bestimmte Verstösse werden beim Autofahren bagatellisiert, während dieselben Vergehen bei Velofahrenden als Ausdruck eines gefährlichen oder verantwortungslosen Verhaltens wahrgenommen werden.

Ein paar Sekunden aufs Handy zu schauen oder mit 57 km/h in einer 50er-Zone zu fahren, ist gesellschaftlich akzeptiert geworden. Dabei sind gerade diese „kleinen Abweichungen“ jedes Jahr die Ursache für schwere Unfälle. Das Problem liegt also nicht nur im Regelverstoss an sich, sondern in der impliziten Hierarchie, die wir zwischen den Verkehrsverstössen und zwischen den Verkehrsteilnehmenden ziehen.

Quelle: Heidi News

Velofahren ist keine Frage des Mutes, sondern der Bedingungen

Diese Asymmetrie zeigt sich auch in der Berichterstattung über Unfälle. Wenn ein-e Velofahrende-r verletzt oder getötet wird, konzentriert sich die öffentliche Darstellung oft auf sein Verhalten: Trug er einen Helm? War sie gut sichtbar? Hielt er sich an die Verkehrsregeln? (S. 25) Im Gegensatz dazu treten die Geschwindigkeit des beteiligten Fahrzeugs, die Gestaltung der Strasse oder das Fehlen geeigneter Infrastruktur – insbesondere an Kreuzungen – in den Hintergrund (S. 22).

Ein weiteres oft übersehenes Phänomen verdient Aufmerksamkeit: die kontinuierliche Zunahme der Fahrzeuggrössen. In der Schweiz wachsen Autos seit 2011 durchschnittlich um ein bis zwei Zentimeter pro Jahr (S. 51). Diese Entwicklung hat Folgen für die Nutzung des öffentlichen Raums und die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmenden, bleibt jedoch weitgehend aus der öffentlichen Debatte über Verantwortung und Verkehrsrisiken ausgeklammert.

Velofahren ist also keine Frage individuellen Mutes, sondern der Verkehrsbedingungen. Solange die Unfallanalyse fast ausschliesslich das Verhalten der Velofahrenden fokussiert, bleiben strukturelle Ursachen, die Gestaltung des öffentlichen Raums und die Priorisierung der verschiedenen Verkehrsmittel ausser Acht.

Lesewert : Die häufigsten Vorurteile über Velofahrende

Ein zentrales Thema der öffentlichen Gesundheit

Die Perspektive aufs Velo zu ändern bedeutet auch, den Massstab zu wechseln. Denn seine Vorteile gehen weit über das reine Verkehrsaufkommen hinaus. Drei Stunden Velofahren pro Woche reichen aus, um das Sterberisiko um 40 % zu senken – und das trotz der Belastung durch Feinstaub (S. 46). Die Vorteile aktiver Mobilität überwiegen somit deutlich die Risiken durch Unfälle oder Luftverschmutzung.

Velofahrende zeigen zudem weniger psychische Gesundheitsprobleme, während Krankheiten, die durch Bewegungsmangel und Übergewicht verursacht werden, fast 80 % der Gesundheitskosten ausmachen. Heidi.news schätzt, dass die Gesundheitskosten in Genf um 750 Millionen Franken pro Jahr sinken könnten, wenn der Anteil der Velofahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort dem von Kopenhagen entspräche (S. 46). Das Velo erweist sich damit als ein zentrales Instrument, nicht nur für die Mobilität, sondern auch für die öffentliche Gesundheit.

An der jährlichen Konferenz zum Thema Gesundheit teilnehmen (auf franz.)

Und fürs Wallis?

Im Wallis mangelt es weder an Velos noch an potenziellen Velofahrenden. Die Berge allein erklären nicht die geringe Velonutzung: Fast 70 % der Bevölkerung lebt in der Talebene. Die Förderung des Veloverkehrs bietet dennoch eine grosse Chance für den Kanton. Durch eine aktivere Mobilität könnte das Wallis die Gesundheitskosten senken, die Luftqualität in den besiedelten Gebieten verbessern und den Druck auf oft überlastete Strasseninfrastrukturen verringern.

Einige Fakten

  • Fast 70 % der Walliserinnen und Walliser wohnen in der Ebene und leben weniger als 2 km von einem Bahnhof entfernt
  • Im Wallis gibt es 648 Autos pro 1 000 Einwohner, im Schweizer Durchschnitt sind es 541
  • In der Schweiz sind rund 45 % der Autofahrten kürzer als 5 km.

Eine echte Velokultur zu entwickeln bedeutet nicht, die Verkehrsteilnehmenden gegeneinander auszuspielen, sondern ein kohärentes, verständliches und sicheres System zu gestalten. Die zentrale Botschaft dieser Ausgabe von Heidi.news ist klar: Das Velo ist kein Problem, das es zu bewältigen gilt, sondern eine Lösung, die aktiviert werden muss – vorausgesetzt, man hört auf, Velofahrende zu verurteilen, und beginnt ernsthaft die Rahmenbedingungen zu hinterfragen, unter denen sie unterwegs sind.

Aktiviere die Lösung mit uns!

indem du Mitglied bei PRO VELO wirst (zum Preis eines Kaffees/Monat)

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Mehr Veloabstellplätze bei Privatprojekten, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!

10 Januar 2026

Mit der Verabschiedung der neuen Fassung des kantonalen Baugesetzes durch den Walliser Grossrat und dem Inkrafttreten des neuen Artikels 39 entwickelt sich der rechtliche Rahmen entscheidend zugunsten des Veloverkehrs. Künftig müssen alle neuen Bauprojekte Veloabstellplätze vorsehen, die den Normen des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) entsprechen. Diese Entwicklung stellt einen wichtigen Wendepunkt für die Qualität der Gebäude sowie für die Förderung des Alltagslangsamverkehrs im Wallis dar.

Beispiel für nicht normgerechte Veloabstellplätze
(Bahnhof Visp nord)

Neue verbindliche Vorgaben

PRO VELO Valais/Wallis begrüsst diesen wichtigen politischen Fortschritt. Durch den ausdrücklichen Verweis auf die VSS-Normen verleiht Artikel 39 diesen nun verbindlichen Charakter für sämtliche Anforderungen an Veloabstellplätze – Anzahl der Plätze, Dimensionierung, Anordnung, Gemeinschaftsanlagen, Ausnahmen und Ersatzabgaben. Während diese Normen bisher oft nur als Empfehlungen angewendet wurden, sind sie nun rechtlich durchsetzbar. Diese Klarstellung schafft eine solide und einheitliche Grundlage auf kantonaler Ebene und stellt sicher, dass Veloabstellanlagen nach anerkannten Qualitäts- und Funktionsstandards geplant werden.

PRO VELO informiert die Fachleute der Baubranche

Um diese Entwicklung zu begleiten, hat PRO VELO Valais/Wallis eine gezielte Informationskampagne bei Architektur- und Ingenieurbüros gestartet, die im Wohnungsbau tätig sind. In diesen Tagen wird ihnen ein Schreiben zugestellt, in dem die neue Regelung vorgestellt wird, die Bedeutung der frühzeitigen Integration von Veloabstellplätzen in der Planungsphase hervorgehoben wird und aufgezeigt wird, dass es wesentlich einfacher – und effizienter – ist, diese von Beginn an einzuplanen, als sie später in ein Projekt einzufügen.

Ziel ist es, gut integrierte, funktionale und den tatsächlichen Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner entsprechende Lösungen zu fördern und provisorische, unpraktische oder unterdimensionierte Anlagen zu vermeiden.

Zum Brief

Praktische Hilfsmittel für die richtige Umsetzung

Die Büros haben zudem den Guide Velo, das Handbuch für Veloparkierung der Schweizerischen Velokonferenz sowie den Musterleitfaden der Behörden der Stadt Sitten (auf Französisch) erhalten. Diese Unterlagen erläutern die bewährten Praktiken, die technischen Anforderungen und die wesentlichen Punkte, die bei der Planung funktionaler, sicherer und an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer angepasster Veloabstellplätze zu beachten sind.

Eine Reaktion auf die hohe Nachfrage

Im Jahr 2026 ist die Nachfrage nach Veloabstellplätzen in der gesamten Bevölkerung hoch. Sei es für den Arbeitsweg, das Studium, die Freizeit oder alltägliche Erledigungen – immer mehr Menschen entscheiden sich für das Velo. Gut gestaltete Abstellplätze sind eine wesentliche Voraussetzung, um diese Wahl möglich und attraktiv zu machen. Sie tragen direkt zu einer nachhaltigeren Mobilität, zur Reduzierung des motorisierten Verkehrs und zu einer höheren Lebensqualität im Wallis bei.

Mit dieser Reform und dem Inkrafttreten von Artikel 39 erhält der Kanton endlich ein wirksames Instrument, um das Velo vollständig in die Planung von Gebäuden und Quartieren zu integrieren. PRO VELO Valais/Wallis freut sich über diesen Fortschritt und wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass diese neuen Regeln konsequent und ambitioniert umgesetzt werden.

PRO VELO Wallis lanciert «Avocavelo»

8 Dezember 2025

Ein Netzwerk zur Stärkung der Rechte von Velofahrenden

PRO VELO Wallis freut sich, die Lancierung von Avocavelo bekanntzugeben – einem neuen Netzwerk, das Juristinnen, technische Fachpersonen und engagierte Velonutzerinnen zusammenbringt. Ziel ist es, die Rechte der Velofahrenden zu stärken, Betroffene bei Schwierigkeiten zu unterstützen und die Rolle des Velos in der öffentlichen Planung zu festigen.

Ob im Strassenverkehr, im öffentlichen Raum oder im Austausch mit Behörden – Velofahrende sind häufig mit komplexen Situationen konfrontiert: Unfälle, Versicherungsfragen, mangelhafte Infrastruktur oder Entscheidungen, die ihren Alltag beeinflussen. Avocavélo bietet juristische und strategische Unterstützung sowie fundierte Expertise im Dialog rund um Raumplanung und Mobilität.

Neben individueller Hilfe möchte das Netzwerk eine konstruktive Stimme für sichere Verkehrsbedingungen sein, gut geplante Velowege fördern und zu einem kulturellen Wandel beitragen, bei dem das Velo als nachhaltiges Verkehrsmittel selbstverständlich wird.

Mit Avocavélo setzt PRO VELO Wallis einen neuen Schritt, damit Velofahren im Kanton sicherer, einfacher und besser anerkannt wird.

➡ Möchten Sie mitwirken, Ihr Fachwissen einbringen oder das Projekt unterstützen?
Schliessen Sie sich dem Netzwerk Avocavélo an und gestalten wir gemeinsam die Mobilität von morgen

Dem Netzwerk beitreten

Politik: Es ist Zeit zu handeln für die Velomobilität

23 November 2025

Verspätete Planung: Die Frist rückt näher, die Mittel kommen kaum nach

Der Kanton Wallis muss bis Ende 2027 das gesamte kantonale Velonetz planen, entsprechend den bundesrechtlichen Vorgaben. Bislang wurden jedoch nur wenige Sachpläne erarbeitet, während der grösste Teil noch aussteht.

Diese Situation führt zu einer besorgniserregenden Diskrepanz zwischen den formulierten Ambitionen und der Realität vor Ort. Ohne vollständige Planung können die notwendigen Infrastrukturprojekte nicht voranschreiten, was den Aufbau eines kohärenten, durchgehenden und sicheren Velonetzes verzögert.

Die aktuell verfügbaren Ressourcen des Mobilitätsdienstes scheinen nicht auszureichen, um die umfangreiche Koordinationsarbeit, die Konsultationen sowie die technischen Abklärungen, die für eine vollständige Netzplanung erforderlich sind, fristgerecht zu bewältigen.

Daraus ergibt sich eine zentrale Frage:

Wie kann der Kanton die Planung fristgerecht nach den bundesrechtlichen Vorgaben abschliessen, wenn die Ressourcen unverändert bleiben?

Wenn der Kanton Wallis das Ziel 2027 erreichen will, erscheint eine Verstärkung der Mittel – personell oder extern – notwendig. Bislang wurde jedoch noch kein konkreter Entscheid bekanntgegeben.


Zwei parlamentarische Vorstösse, die den sehr konkreten Handlungsbedarf vor Ort aufzeigen

Die Schwierigkeiten in der Planung sind nicht theoretischer Natur: Sie führen zu Verzögerungen bei zentralen Veloprojekten. Zwei kürzlich im Grossrat eingereichte Vorstösse belegen dies.

🔹 Pont-de-la-Morge – Sitten: Eine angekündigte Aufwertung, aber weiterhin viele Unklarheiten

In einer schriftlichen Anfrage (2025.11.419) verlangt Grossrat Florian Chappot (SP) Auskunft über den Stand der Aufwertung der T9 zwischen Pont-de-la-Morge und Sitten-West – ein Anfang 2024 präsentiertes Projekt, das der Sicherung einer 2,7 km langen Achse dienen soll, unter anderem durch:

  • durchgehende Veloverbindungen,
  • normgerechte Fusswegführungen,
  • modernisierte Bushaltestellen.

Die Bauarbeiten waren für 2027 angekündigt, doch bestehen weiterhin zahlreiche Ungewissheiten. Der Grossrat fragt daher:

  • Wie weit ist das Verfahren fortgeschritten (Studien, Bewilligungen, öffentliche Auflage)?
  • Kann der Zeitplan eingehalten werden?
  • Bleibt das Projekt eine kantonale Priorität?
  • Müssen die Bundes- oder Gemeindebeiträge angepasst werden?

Dieser Vorstoss unterstreicht die Bedeutung einer sorgfältigen Überwachung strategischer Projekte, die Veloinfrastrukturen enthalten.

Video des Projekts
Zum parlamentarischen Vorstoss

🔹 Brig – Visp – Baltschieder: Eine Veloschnellverbindung integrieren, bevor es zu spät ist

In einem breit abgestützten Postulat (2025.11.503) verlangen mehrere Grossrätinnen und Grossräte, dass auf der linken Rhône-Seite im Oberwallis im Rahmen der 3. Rhonekorrektion eine Veloschnellverbindung vorgesehen wird.

Sie sind der Ansicht, dass der aktuelle Bauzeitplan das letzte realistische Zeitfenster bietet, um diese Infrastruktur zu integrieren – eine Verbindung, die für Pendlerinnen und Pendler, für die Unternehmen der Region (u. a. Lonza) sowie für die betroffenen Gemeinden von zentraler Bedeutung ist.

Der Staatsrat wird aufgefordert:

  • diese Verbindung offiziell in der laufenden Planung zu priorisieren,
  • die nötigen Anschlüsse und Brücken zu Quartieren und Arbeitszonen sicherzustellen,
  • und eine Verlängerung bis nach Visp und Baltschieder zu prüfen.

Dieses Postulat macht einen klaren und seit Langem bestehenden Bedarf im Oberwallis deutlich: eine durchgehende, effiziente und sichere Veloinfrastruktur.

Zum parlamentarischen Vorstoss

Jetzt handeln – und zwar schnell!

Diese Vorstösse zeigen deutlich, dass die Dringlichkeit nicht mehr bestritten werden kann: Die Planung liegt im Rückstand, die verfügbaren Mittel scheinen unzureichend und mehrere strategische Projekte kommen nur schleppend voran. Um bis 2027 ein sicheres und kohärentes Velonetz zu gewährleisten, muss der Kanton handeln – und zwar rasch.

PRO VELO Valais/Wallis wird seine politische Lobbyarbeit fortsetzen und diese Dossiers aufmerksam verfolgen, um zu informieren, sobald konkrete Entscheide vorliegen.

Ein neues Velo? Keine kommunale Unterstützung im Oberwallis!

28 Juli 2025

PRO VELO Wallis/Valais hat kürzlich eine Umfrage bei allen Walliser Gemeinden durchgeführt, um ihre Förderpolitik zur Velonutzung besser zu verstehen. Diese Arbeit ermöglichte eine präzise Bestandsaufnahme der verfügbaren Subventionen sowie der Art und Weise, wie (oder ob) sie über Mobilität kommunizieren.

Weniger als 20 % der Gemeinden gewähren Subventionen für den Kauf von Velos

Von den 84 % der Gemeinden, die an der Umfrage teilgenommen haben, fördern nur 16 % den Kauf neuer Fahrräder durch finanzielle Unterstützung. Bemerkenswert: Keine einzige Oberwalliser Gemeinde gewährt eine Subvention.

Wenig überraschend beziehen sich diese Unterstützungen in der überwiegenden Mehrheit auf E-Bikes, deren Beliebtheit seit mehreren Jahren stark ansteigt. Super – doch man sollte nicht vergessen, dass auch andere Velotypen, wie muskelbetriebene Velos oder Cargovelos, berücksichtigt werden sollten – ein Drittel der subventionierenden Gemeinden hat das bereits erkannt.

Man muss es zugeben: Die gewährten Beträge können sich sehen lassen! Zwischen 200 und 500 Franken – eine Unterstützung, die den Ausschlag zugunsten des Velos geben kann … und das Auto in der Garage stehen lässt.

Eine Velopolitik ist keine Last, sondern eine Chance!

Über das ökologische Engagement hinaus bringt die Unterstützung des Velokaufs zahlreiche Vorteile für die Gemeinden selbst: eine bessere Gesundheit der Bevölkerung, weniger lokalen Verkehr, geringere Strassenerhaltungskosten, mehr Sicherheit und eine erhöhte Attraktivität der Gemeinde. Kurz gesagt: In das Velo zu investieren bedeutet, in die lokale Lebensqualität zu investieren.

Dafür gilt es natürlich, das Velo zu fördern – aber auch darüber zu sprechen! Noch immer verfügen viel zu wenige Gemeinden über eine eigene Seite zum Thema Langsamverkehr oder Mobilität. Dabei würde die Hervorhebung der Massnahmen die Bewohner ganz konkret dazu ermutigen, ihre Mobilitätsgewohnheiten zu überdenken.

Unser Aufruf für mehr Cargovelos

Das Cargobike im Wallis ist wie ein Schweizer Taschenmesser auf Pedalen: Es transportiert Kinder, Einkäufe oder sogar den Hund – ganz ohne einen Tropfen Benzin. Dank ihrer hohen Transportkapazität ermöglichen sie Familien, Handwerkern und Gewerbetreibenden, sich effizient fortzubewegen und gleichzeitig ihren CO₂-Fussabdruck zu reduzieren.

In den Städten, vor allem in Visp oder Brig, erleichtern Cargovelos die Lieferungen auf dem letzten Kilometer, ohne den Verkehr zu blockieren oder die Luft zu belasten. Im Rhonetal sind sie ideal, um das Auto auf kurzen Strecken zu ersetzen – sei es für den Einkauf, das Bringen der Kinder zur Schule oder den Materialtransport. Zudem tragen sie zu einer höheren Lebensqualität bei: weniger Lärm, mehr Bewegung und tiefere Transportkosten. Wenn das Wallis den Einsatz von Cargovelos mit Subventionen und passender Infrastruktur fördert, macht es einen wichtigen Schritt in Richtung umweltfreundlichere und besser auf die lokalen Bedürfnisse abgestimmte Mobilität.

Eine Schlüsselrolle für die Gemeinden

Im jüngsten Zwischenbericht zum Veloweggesetz betonte PRO VELO Wallis/Valais die wichtige Rolle der Gemeinden bei der Entwicklung und Umsetzung einer Velostrategie. Diese Umfrage bestätigt das: Die Gemeinden haben ein konkretes Werkzeug in der Hand, um aktiv zu werden – sei es durch Subventionen, Infrastruktur, die Organisation von Velokursen oder eine klarere Kommunikation.

Wir danken allen Gemeinden herzlich, die sich die Zeit genommen haben, an unserer Umfrage teilzunehmen! Gemeinsam setzen wir uns für ein gesünderes, nachhaltigeres und sichereres Wallis ein!

Wie steht’s mit meiner Gemeinde?
Unsere Medienmitteilung (28.07.2025)

Die Medien berichten :

  • Canal 9 : „Pas assez de subventions en Valais selon PRO VELO“
  • Rhône FM: „Seulement 16% des communes valaisannes subventionnent les vélos“
  • Walliser Zeitung : „PRO VELO Wallis beklagt Velograben“

Vom Papierveloweg zur echten Spur: Das Wallis tritt (endlich) in die Pedale!

7 Juli 2025

PRO VELO Wallis/Valais freut sich: Das neue kantonale Zwischenfazit zur Umsetzung des Veloweggesetzes ist veröffentlicht. Kurz gesagt: Es läuft – aber gemütlich. Ein bisschen wie beim ersten Frühlingsaufstieg auf die Moosalp, wenn die Kette noch quietscht.

Der gesetzliche Rahmen steht… jetzt fehlen nur noch die Wege!

2018 sagten 74% der Schweizer StimmbürgerInnen Ja zu mehr Velowege. Seit zweieinhalb Jahren sind die Kantone verpflichtet, bis Ende 2027 sichere und attraktive Velowegnetze zu planen. Und tatsächlich: Der Kanton Wallis zählt heute zu den Vorreitern, wenn es um gesetzliche Grundlagen für den Alltagsveloverkehr geht. Mit einer eigenen kantonalen Gesetzgebung für den alltäglichen Veloverkehr hat das Wallis frühzeitig die Weichen gestellt. Dank der Lancierung einer kantonalen Initiative konnte das neue Gesetz über den öffentlichen Verkehr und den Alltagslangsamverkehr gezielt ausgestaltet werden – und damit gehört das Wallis zu den ersten Kantonen, die diesen Schritt gemacht haben.

Bevor jedoch die Sektkorken knallen: Bislang existieren die schönen Velowege vor allem auf dem Papier. Auf den Strassen dominiert weiterhin das Auto klar vor dem Velo. Dabei schreibt das Bundesgesetz vor, dass die Velonetze bis spätestens 2042 umgesetzt sein müssen. Klingt nach viel Zeit – doch das Wallis hat Erfahrung darin, Projekte in die Länge zu ziehen: Man denke nur an die Oberwalliser Autobahn, geplant seit 1960 und bis heute nicht vollendet. Manchmal wird aus Walliser Gelassenheit schnell Stillstand — und genau das gilt es jetzt zu vermeiden.

Politischer Wille und kommunaler Einsatz gefragt

PRO VELO Wallis/Valais heisst den neuen Chef der Dienststelle für Mobilität, Herrn Sylvain Dumoulin, herzlich willkommen und freut sich auf die Zusammenarbeit. Gleichzeitig ergeht ein klarer Aufruf an die Gemeinden: Bitte das Velo nicht länger als Freizeitspielzeug abtun! Es braucht lokale Velostrategien, ein feinmaschiges Netz, passende Veloabstellplätze und angepasste Gemeindereglemente.

Das Velo ist mehr als ein Hobby – es ist ein Verkehrsmittel. PRO VELO bleibt am Lenker und schaut weiterhin genau hin. Die Grundlagen sind gelegt, jetzt müssen konkrete Wege folgen.

Zum Bericht
Zu unserer Medienmitteilung


In den Medien:

  • Le Nouvelliste: „Développement du réseau de voies cyclables: Pro Vélo Valais salue des avancées“
  • Radio Chablais: „Bilan de l’application de la loi fédérale sur les voies cyclables en Valais“
  • Canal 9: „Les pistes cyclables sur la bonne voie“
  • Rhône FM: l’interview (min. 3:30) / „Le développement des voies cyclables suisses tient la cadence“
  • Walliser Bote: „Wallis nimmt bei der Umsetzung des Veloweggesetzes eine Pionierrole ein“.
  • Walliser Zeitung: „Wichtiger Meilenstein erreicht – doch der Weg ist noch lang“
  • Kanal9: Tagesjournal, Min. 5:56


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